HKG Gerdauen aktuell

Heimatkreisgemeinschaft mit Stand in Wolfsburg vertreten

[08.06.2022] Am Sonnabend, 11. Juni, findet im CongressPark Wolfsburg das Jahrestreffen der Landsmannschaft Ostpreußen statt. Ab 10 Uhr ist hier ein abwechslungsreiches Programm zu erleben.

Die Heimatkreisgemeinschaft Gerdauen e.V. wird aus organisatorischen Gründen nicht persönlich in Wolfsburg vertreten sein. Allerdings hat sich der Husum-Verlag, der unseren Heimatbrief druckt, freundlicherweise bereit erklärt, neben seinem Stand einen Tisch mit Materialien unserer Heimatkreisgemeinschaft mitzubetreuen. Sie finden hier ältere Heimatbriefe, das Heft "Dat verfretne Spatzke" mit plattdeutschen Geschichten und Gedichten, Faltblätter mit Infos zu den beiden Bänden "Kultur im ländlichen Ostpreußen - Geschichte, Güter und Menschen im Kreis Gerdauen" und Lesezeichen mit Infos zur Arbeit der Heimatkreisgemeinschaft kostenlos zum Mitnehmen. Die beiden Bände, aber auch das Kreisbuch "Der Kreis Gerdauen" und den Bildband "Kreis Gerdauen unvergessen" können Sie am Stand des Husum-Verlages käuflich erwerben.

Unser Stand hat die Nr. 11 und befindet sich im Foyer vor dem großen Saal, direkt neben dem Stand von Husum Druck und Verlag (Nr. 21).

Im Saal sind Plätze für den Kreis Gerdauen ausgewiesen.

Heimatkreisgemeinschaft Gerdauen e.V., Walter Mogk


Heimatstube öffnete zum Museumstag

[23.05.2022] Nach den coronabedingten Absagen in den vergangenen beiden Jahren konnten wir in diesem Jahr am internationalen Museumstag (15.05.2022) unsere Heimatstube in Büdelsdorf, Neue Dorfstraße 67 A (ehemalige Emil-Nolde-Schule), wieder für Besucher öffnen. Am Gebäude wiesen wir mit zwei schönen selbst hergestellten Schildern auf die Öffnungszeit von 10 bis 17 Uhr hin. Zwei Teams teilten sich die Betreuung der Besucher. Wir konnten uns bekannte und unbekannte Damen und Herren begrüßen.

Die ersten Besucher, zwei Herren, kamen schon kurz nach der Öffnung. Sie wohnen in unmittelbarer Nähe zur Heimatstube und entpuppten sich als nette interessierte Gesprächspartner. Sie stammen nicht unmittelbar aus dem Kreis Gerdauen, haben aber ostpreußische Wurzeln. Weitere Besucher waren der Sohn des Försters vom Hunderthufenwald. Seine Frau begleitete ihn und interessierte sich sehr für die in einer Vitrine mit Originalmustern ausgelegten Strickhandschuhe. Diese fotografierte sie und nahm eine Strickanleitung für das ostpreußische Muster mit. Sicherlich werden dort nun in Zukunft die Hände mit den schönen Handschuhen warmgehalten.

Ein vor Jahren nach Schweden ausgewandertes Paar, das gerade in Rendsburg ist, war an allen ausgestellten Artefakten sehr interessiert, da sie zum Teil ostpreußische Wurzeln haben. Ein ausführlicher Rundgang und interessantes Gespräch entwickelte sich.

Vormittags konnten wir noch ein Ehepaar aus Rendsburg begrüßen. Dieses hatte den Hinweis zur Öffnung unserer Heimatstube auf der Seite ihrer Facebook-Gruppe gelesen. Auch hier werden sicherlich noch weitere Kontakte erfolgen, da sich schon für ein weiteres Treffen verabredet wurde.

Nachmittags kam noch ein weiterer Herr mit seiner Tochter und schaute sich die neue Heimatstube genau an. Er hat die Wappen des Kreises und der Städte Gerdauen und Nordenburg für uns geschnitzt, die wir heute in der Heimatstube hängen haben. Außerdem war er an den in den neunziger Jahren vom Kreis Rendsburg-Eckernförde und uns durchgeführten Hilfstransporten in den nördlichen Kreis Gerdauen als Helfer beteiligt, so dass er Gerdauen kennen gelernt hat. Auch er war sehr an der neu gestalteten Ausstellung interessiert, das gleiche gilt auch für seine Tochter.

Weitere Besucher waren unter anderem eine aus Elbing stammende Frau und eine Tapiauer Dame, deren Schwester in Gerdauen geboren war. Ein Herr ganz ohne Beziehung zu Ostpreußen kam vorbei, weil er sich ansehen wollte, "was es mit Gerdauen auf sich hat."

Alles in allem verzeichneten wir eine zweistellige Besucherzahl. Wie haben sehr interessierte Besucher erlebt, gute Gespräche geführt und hoffen auch in naher Zukunft ähnliche Veranstaltungen durchführen zu können.

Hier und auf der Internetseite der Stadt Büdelsdorf finden Sie weitere Hinweise zu unserer Heimatstube.

Wir danken allen Besuchern für ihr Interesse an unserer Heimatstube.

Heimatkreisgemeinschaft Gerdauen e.V., Brigitte Havertz-Krüger


Nachruf auf Klaus-Dietrich Rahn

Klaus-Dietrich Rahn.jpg

Foto: (c) HKG Gerdauen e.V./Monika Weppelmann

[30.03.2022] Mit großer Bestürzung haben wir die Nachricht erhalten, dass unser langjähriges Kreistagsmitglied und Friedenberger Kirchspielvertreter Klaus-Dietrich Rahn am 18. Januar 2022 im Alter von 85 Jahren verstorben ist.

Klaus-Dietrich Rahn wurde am 24. Juni 1936 in der ostpreußischen Hauptstadt Königsberg geboren, verbrachte aber seine Kindheit in Mehleden im Kreis Gerdauen. Dort war sein Vater Ewald Rahn als Verwalter auf dem Gut tätig. Seine Mutter Edith Rahn, geborene Otto, war die Tochter des Hofbesitzers Max Otto aus Rädtkeim. Die Volksschule besuchte Klaus-Dietrich Rahn 1943/44 noch in Rädtkeim, ehe die Familie vor der anrückenden Roten Armee nach Westen flüchten musste.

Über Pommern und Mecklenburg ging es nach Schleswig-Holstein, wo er von 1947 bis 1957 das Herder-Gymnasium in Rendsburg besuchte. Es folgten die Höhere Handelsschule (1954/56) und das Abendgymnasium in Aachen (1957-1961), wo er sein Abitur ablegte. Nach einem Studium der Wirtschafts- und Sozialpädagogik an der Universität Köln (1962-1966) bestand er die Diplomprüfung als Handelslehrer. 1969 folgte die Zweite Staatsprüfung für das Lehramt an kaufmännischen Schulen. Als Studienrat (1971) und Oberstudienrat (1973) unterrichtete Klaus-Dietrich Rahn viele Jahre, ehe er 1995 pensioniert wurde.

Mit dem Ruhestand hatte Klaus-Dietrich Rahn mehr Zeit, sich um seine ostpreußischen Wurzeln zu kümmern. 1999 wurde er in den Kreistag der Heimatkreisgemeinschaft Gerdauen gewählt und kümmerte sich seitdem als Kirchspielvertreter von Friedenberg um die Landsleute aus seinem Heimatkirchspiel. 2019 kam das Kirchspiel Groß Schönau zu seinem Aufgabenbereich hinzu. Immer wieder zog es Klaus-Dietrich Rahn auch in sein Heimatdorf Mehleden, das er 1999 erstmals wieder besuchte. In zahlreichen Beiträgen für den Heimatbrief hat er darüber und über die heutige Situation im Kirchspiel Friedenberg berichtet. 2002 wurde Klaus-Dietrich Rahn mit der Treueurkunde der Landsmannschaft Ostpreußen geehrt.

Alle die ihn kannten und mit ihm zusammenarbeiteten, haben seine sympathische und ruhige Art geschätzt. Klaus-Dietrich Rahn war jemand, der konstruktiv an die Lösung von Problemen heranging und stets zur Stelle war, wenn seine Hilfe gebraucht wurde. Wir werden ihn sehr vermissen.

Heimatkreisgemeinschaft Gerdauen e.V., Kreisvertreter Walter Mogk